Wie hieß in der DDR ein Jahr bezahlte Freistellung nach der Geburt eines Kindes?

Richtige Antwort auf die Quizfrage

Babyjahr

In der DDR wurde ein Jahr bezahlte Freistellung nach der Geburt eines Kindes als “Babyjahr” bezeichnet.

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Ausführliche Antwort auf die Quizfrage

In der DDR wurde ein Jahr bezahlte Freistellung nach der Geburt eines Kindes als “Babyjahr” bezeichnet. Das Babyjahr ermöglichte es Eltern, insbesondere Müttern, sich uneingeschränkt auf die Betreuung und Erziehung ihres neugeborenen Kindes zu konzentrieren, ohne finanzielle Einbußen hinnehmen zu müssen.

Das Babyjahr wurde 1976 in der DDR eingeführt, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern und die Geburtenrate zu steigern. Es handelte sich um eine Form des bezahlten Erziehungsurlaubs, der von der sozialistischen Regierung als sozialpolitische Maßnahme angesehen wurde. Während dieses Jahres erhielt die Mutter weiterhin ihr volles Gehalt, wodurch die wirtschaftliche Stabilität der Familie gewährleistet blieb.

Nach Ablauf des Babyjahres hatten die Mütter das Recht, an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren. Dies war ein bedeutender Vorteil, da es die berufliche Kontinuität und Sicherheit gewährleistete. Das Babyjahr stellte somit einen wichtigen Beitrag zur sozialen Absicherung und Gleichstellung von Frauen im Berufsleben dar.

Das Konzept des Babyjahres in der DDR war ein frühes Beispiel für eine umfassende Familienpolitik, die heute in verschiedenen Formen und mit unterschiedlichen Regelungen in vielen Ländern wiederzufinden ist.

Quellen

  1. Leibniz-Gemeinschaft
  2. Wikipedia - Frauen- und Familienpolitik der DDR

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