Wer ist links im Gemälde „Sixtinische Madonna“ als Namensgeber zu sehen?
Richtige Antwort auf die Quizfrage
der heilige Sixtus
Die links im Gemälde „Sixtinische Madonna“ von Raffael kniende Figur ist der Heilige Sixtus (Papst Sixtus II.). Er ist der Namensgeber des berühmten Altarbildes, da das Werk ursprünglich für die Klosterkirche San Sisto (dem Heiligen Sixtus geweiht) in Piacenza gemalt wurde.
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Ausführliche Antwort auf die Quizfrage
Die links im Gemälde „Sixtinische Madonna“ von Raffael kniende Figur ist der Heilige Sixtus (Papst Sixtus II.). Er ist der Namensgeber des berühmten Altarbildes, da das Werk ursprünglich für die Klosterkirche San Sisto (dem Heiligen Sixtus geweiht) in Piacenza gemalt wurde.
Hintergrund und Kontext: Die Identität des Heiligen Sixtus
Die „Sixtinische Madonna“ wurde um 1512–1513 von Raffael im Auftrag von Papst Julius II. (dessen Eigenname Giuliano della Rovere war) gemalt. Die Darstellung ist eine sogenannte Sacra Conversazione (Heilige Unterhaltung), wobei die Madonna in einer himmlischen Erscheinung inmitten von Heiligen dargestellt ist.
Merkmale der Darstellung des Heiligen Sixtus
- Position: Sixtus kniet auf der linken Seite des Bildes und blickt andächtig zur schwebenden Madonna mit dem Jesuskind.
- Attribut: Er ist als Papst erkennbar, da die Päpstliche Tiara (dreifache Krone) zu seinen Füßen auf der Brüstung liegt.
- Geste: Mit seiner rechten Hand deutet der Heilige Sixtus aus dem Bild heraus auf den Betrachter. Dies wird interpretiert als das Hinweisen auf die Gläubigen im Kirchenraum, die an der ursprünglichen Aufstellungsort beteten.
- Beziehung zum Auftraggeber: Sixtus II. ist der Schutzpatron der Familie della Rovere, zu der Papst Julius II. gehörte. Die Wahl dieses Heiligen ehrt somit sowohl den Ort (San Sisto in Piacenza) als auch den Auftraggeber.
Die Bedeutung des Namensgebers
Das Gemälde wurde nach der Kirche San Sisto in Piacenza benannt, für deren Hochaltar es geschaffen wurde. Da diese Kirche dem Heiligen Sixtus geweiht war und dort Reliquien des Märtyrers aufbewahrt wurden, war seine prominente Darstellung im Altarbild notwendig und logisch.
Wer ist die Figur auf der rechten Seite des Gemäldes?
Die kniende Figur auf der rechten Seite des Gemäldes, die ebenfalls der Madonna zugewandt ist, ist die Heilige Barbara.
- Erkennung: Sie ist am Turm im rechten Hintergrund erkennbar, der als eines ihrer traditionellen Attribute gilt. Der Turm erinnert an die Legende, nach der ihr Vater sie in einen solchen einsperrte, um sie vom christlichen Glauben abzuhalten.
- Geste: Im Gegensatz zum Heiligen Sixtus, der aktiv in den irdischen Raum deutet, ist die Heilige Barbara in sich gekehrt und blickt auf die berühmten Engel am unteren Bildrand hinab, was ihre Haltung der inneren Einkehr und Demut symbolisiert.
- Zusammenhang mit dem Aufbewahrungsort: Die Reliquien der Heiligen Barbara wurden ebenfalls in der Klosterkirche San Sisto in Piacenza verehrt.
Was machte die „Sixtinische Madonna“ so berühmt?
Die weltweite Berühmtheit der „Sixtinischen Madonna“ beruht auf mehreren Faktoren, die über ihre theologische Bedeutung hinausgehen:
- Die Komposition: Die Art, wie die Vorhänge aufgezogen werden, um die schwebende Madonna in einer himmlischen Vision zu enthüllen, ist ikonografisch einzigartig und verleiht dem Bild eine dramatische, dynamische Qualität.
- Der Blick der Madonna: Der melancholische und leicht ängstliche Ausdruck Marias, die ihr Kind der irdischen Welt entgegenbringt, wird als Vorahnung des Kreuzestodes Christi interpretiert und löste über die Jahrhunderte starke emotionale Reaktionen aus.
- Die Engel: Die beiden Putten (Kinderengel) am unteren Bildrand, die sich auf die Brüstung aufstützen und nachdenklich nach oben blicken, erlangten im 19. Jahrhundert eine eigenständige Popularität und sind bis heute eines der bekanntesten Motive der Kunstgeschichte.
Zusammenfassung
Die Figur, die links im Gemälde „Sixtinische Madonna“ zu sehen und gleichzeitig sein Namensgeber ist, ist der Heilige Sixtus (Papst Sixtus II.). Das Bild wurde für die ihm geweihte Kirche San Sisto in Piacenza gemalt und zeigt ihn kniend, während er auf die Gemeinde der Gläubigen hinweist.