Er fließt dem Schwarzen Meer entgegen und durch Kiew, die Hauptstadt der Ukraine. Welcher Fluss ist gemeint?
Richtige Antwort auf die Quizfrage
Dnepr
Der gesuchte Fluss ist der Dnepr (ukrainisch: Dnipro, russisch: Dnepr oder Dnjepr). Als drittlängster Fluss Europas nach Wolga und Donau entspringt er in Russland, durchfließt Belarus und ist die wichtigste Wasserstraße der Ukraine, bevor er unterhalb von Cherson über einen Mündungsliman in das Schwarze Meer fließt.
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Ausführliche Antwort auf die Quizfrage
Der gesuchte Fluss ist der Dnepr (ukrainisch: Dnipro, russisch: Dnepr oder Dnjepr). Als drittlängster Fluss Europas nach Wolga und Donau entspringt er in Russland, durchfließt Belarus und ist die wichtigste Wasserstraße der Ukraine, bevor er unterhalb von Cherson über einen Mündungsliman in das Schwarze Meer fließt.
Der Dnepr: Lebensader Osteuropas und Kiews
Der Dnepr ist mit einer Länge von etwa 2.201 Kilometern nicht nur ein bedeutendes geografisches Merkmal, sondern auch ein historisches und wirtschaftliches Rückgrat für die drei Länder, die er durchquert: Russland, Belarus und die Ukraine. In der ukrainischen Hauptstadt Kiew teilt der mächtige Strom die Stadt in das historisch geprägte rechte Ufer und das flachere, modernere linke Ufer.
Geografischer Verlauf und Bedeutung
- Quelle und Oberlauf: Der Dnepr entspringt in den Waldaihöhen in Westrussland und fließt zunächst nach Süden und Westen, bevor er Belarus durchquert.
- Durchfluss Kiews: In Kiew ist der Fluss bereits ein breiter, majestätischer Strom, oft von Staustufen reguliert (wie dem Kiewer Stausee nördlich der Stadt). Er versorgt die Metropole mit Trinkwasser und dient als wichtige Transportachse für Güter.
- Mündung ins Schwarze Meer: Sein Lauf führt ihn weiter durch die ukrainische Tiefebene, vorbei an Großstädten wie Krementschuk, Dnipro und Saporischschja, bis er schließlich bei Cherson in den Dnepr-Liman mündet, der mit dem Schwarzen Meer verbunden ist.
- Hydrologische Besonderheit: Der Dnepr ist ein typischer Tieflandfluss mit geringem Gefälle, war jedoch in seinem natürlichen Zustand von Stromschnellen geprägt, die durch den Bau von Wasserkraftwerken und Staudämmen (wie dem DniproHES) im 20. Jahrhundert beseitigt wurden, um die Schiffbarkeit zu verbessern und Energie zu gewinnen.