Welche ist eine Wochenzeitschrift für Politik, Kunst und Wirtschaft, die 1920 gegründet wurde und auch in der DDR bestand?

Richtige Antwort auf die Quizfrage

Die Weltbühne

Die gesuchte Wochenzeitschrift für Politik, Kunst und Wirtschaft, die im Jahr 1920 gegründet wurde und nach 1950 auch in der DDR weiter existierte, ist Die Weltbühne. Sie gilt als eines der wichtigsten publizistischen Organe der Weimarer Republik und überstand die Teilung Deutschlands in verschiedenen Formen.

Statistiken

Antworten

4828 gespielt 2623 richtig 2162 falsch 43 übersprungen

Ausführliche Antwort auf die Quizfrage

Die gesuchte Wochenzeitschrift für Politik, Kunst und Wirtschaft, die im Jahr 1920 gegründet wurde und nach 1950 auch in der DDR weiter existierte, ist Die Weltbühne. Sie gilt als eines der wichtigsten publizistischen Organe der Weimarer Republik und überstand die Teilung Deutschlands in verschiedenen Formen.

Die Geschichte der Weltbühne

Die Weltbühne wurde ursprünglich unter dem Namen Die Schaubühne im Jahr 1905 von Siegfried Jacobsohn ins Leben gerufen und im April 1920 in Die Weltbühne umbenannt, um ihren erweiterten Fokus auf politische und wirtschaftliche Themen zu unterstreichen. Die Zeitschrift war bekannt für ihre kritische Haltung und ihre prominenten, oft linksliberalen oder sozialistischen Autoren.

Warum Die Weltbühne so einflussreich war 

  • Intellektueller Schmelztiegel: Die Redaktion zog einige der schärfsten Denker und Kritiker ihrer Zeit an, darunter Kurt Tucholsky (als Mitherausgeber und Hauptautor) und Carl von Ossietzky (der die Chefredaktion nach Jacobsohns Tod 1926 übernahm).
  • Kritische Berichterstattung: Sie war ein Forum für scharfe Kritik an der Weimarer Republik, der Justiz und dem Militär, was in aufsehenerregenden Prozessen, wie dem gegen Ossietzky wegen Spionage (der Weltbühnen-Prozess), gipfelte.
  • Verbot und Exil: Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde die Zeitschrift verboten und ihre Herausgeber wurden verfolgt. Sie erschien jedoch unter dem Namen Die Neue Weltbühne im Exil weiter, zuerst in Prag und dann in Paris.

Die Existenz in der DDR 

  • Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Zeitschrift 1946 in Ost-Berlin unter dem Titel Die Weltbühne neu gegründet und erschien dort bis 1993.
  • Sie diente als eine der wenigen nicht-parteigebundenen, aber kulturpolitisch der SED nahestehenden Zeitschriften und war ein wichtiger Bestandteil der Publizistik der DDR.

Fazit

Die Weltbühne ist mehr als nur eine Wochenzeitschrift; sie ist ein Symbol für kritischen Journalismus in Deutschland. Ihre Gründung 1920, die radikale Kritik in der Weimarer Republik und ihr Überleben in der DDR machen sie zu einem einzigartigen und zentralen Stück deutscher Presse- und Zeitgeschichte.

Quellen

  1. Wikipedia - Die Weltbühne

Quizfrage in diesen Quiz

Quizze zu Thema: 1920, DDR, 1920er Jahre, Medien, Deutschland, Kunst und Kultur, 20. Jahrhundert