Was wünscht sich Faust zu Beginn seines Studiums?

Richtige Antwort auf die Quizfrage

Wissen und Erkenntnis

Zu Beginn seines Studiums wünscht sich Faust umfassendes Wissen und tiefe Erkenntnis, die über das konventionelle, akademische Wissen seiner Zeit hinausgehen. Sein zentrales Verlangen ist es, die Geheimnisse der Natur und des Weltganzen zu ergründen.

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Ausführliche Antwort auf die Quizfrage

Zu Beginn seines Studiums wünscht sich Faust umfassendes Wissen und tiefe Erkenntnis, die über das konventionelle, akademische Wissen seiner Zeit hinausgehen. Sein zentrales Verlangen in „Faust. Der Tragödie erster Teil“ von Johann Wolfgang von Goethe ist es, die Geheimnisse der Natur und des Weltganzen zu ergründen.

Das Streben nach universellem Wissen

Die Szene „Nacht“ in beginnt mit Fausts berühmtem Monolog, der seine tiefgreifende intellektuelle Frustration offenbart. Sein Wunsch geht weit über ein normales akademisches Ziel hinaus.

Die Disillusionierung

Faust hat bereits alle vier traditionellen Fakultäten (Philosophie, Jura, Medizin, Theologie) studiert und ist zu dem Schluss gekommen, dass ihm trotz aller Mühe nur Halbwissen geblieben ist. Er empfindet sein Leben als Gelehrter als sinnlos und trocken und klagt: „Da steh ich nun, ich armer Tor! / Und bin so klug als wie zuvor;“.

Das höchste Verlangen

Sein größter Wunsch ist es, nicht nur die Bücher, sondern die Natur selbst zu verstehen und zu beherrschen:

  • Erkenntnis des innersten Wesens: Er will das „was die Welt / Im Innersten zusammenhält“ erfahren, also das metaphysische Wissen erlangen.
  • Aussöhnung mit der Natur: Faust sehnt sich nach unmittelbarer Anschauung der Naturkräfte und will nicht mehr nur im beschränkten Raum seines Studierzimmers verharren. Er will sich dem „Weltgeist“ anschließen.
  • Magie als Mittel: Da die konventionelle Wissenschaft versagt hat, wendet er sich der Magie zu, in der Hoffnung, dadurch die ihm verwehrten Erkenntnisse zu erlangen.

Kontrast zur weltlichen Erfahrung

Fausts ursprünglicher Wunsch nach Wissen und Erkenntnis ist rein intellektuell und transzendent. Erst als dieser Wunsch unerfüllt bleibt und er den Pakt mit Mephisto schließt, verlagert sich sein Verlangen.

  • Vor dem Pakt: Das Ziel ist die Erkenntnis des Universums.
  • Nach dem Pakt: Das Ziel wird die Erfahrung der menschlichen Freuden und Leiden auf Erden („Erdenleben“).

Fazit: Der Drang zum Unendlichen

Faust wünscht sich zu Beginn seines Studiums und seines Monologs nicht nur akademischen Erfolg, sondern die ultimative, allumfassende Erkenntnis des Seins und der Natur. Diese unerfüllte Sehnsucht nach dem Unendlichen ist der Motor, der ihn schließlich dazu treibt, den Pakt mit dem Teufel einzugehen.

Quellen

  1. Wikipedia - Faust. Eine Tragödie
  2. Wikipedia - Johann Wolfgang von Goethe

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