Warum trinkt Faust das Hexenelixier?
Richtige Antwort auf die Quizfrage
um jünger zu werden
Faust trinkt das Hexenelixier in der Szene „Hexenküche“, um seine Jugend zurückzugewinnen und seine Leidenschaft neu zu entfachen.
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Ausführliche Antwort auf die Quizfrage
Faust trinkt in „Faust. Der Tragödie erster Teil“ von Johann Wolfgang von Goethe das Hexenelixier in der Szene „Hexenküche“, um seine Jugend zurückzugewinnen und seine Leidenschaft neu zu entfachen.
Die Gründe für die Einnahme des Trankes
Die Einnahme des Zaubertranks ist eine entscheidende Handlung, die Faust von einem frustrierten, gealterten Gelehrten in einen jungen, triebgesteuerten Mann verwandelt und ihn auf die Begegnung mit Gretchen vorbereitet.
Verjüngung und Attraktivität
Faust ist vor der Hexenküche ein alter Mann, der sein Gelehrtenleben verabscheut und sich nach der Fülle des Lebens sehnt. Er verlangt von Mephisto eine Verwandlung, um die Freuden der Welt, insbesondere die Liebe, voll auskosten zu können. Der Trank ist das magische Mittel, das ihm seine körperliche Jugend zurückgibt:
- Das Elixier macht seinen Körper jung und ihn für Gretchen attraktiv.
- Es ist die Grundvoraussetzung für die kommende Liebesbeziehung, da die junge Gretchen sich andernfalls nicht auf den alten Professor eingelassen hätte.
Entfachung der Leidenschaft
Der Trank wirkt nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich. Er entfacht eine ungezügelte Sinnlichkeit und einen starken Trieb in Faust. Dies ist ein zentraler Bestandteil von Mephistos Plan, Faust in die niedere Sinnenwelt zu ziehen und ihn dadurch den Pakt verlieren zu lassen.
Der Wunsch nach dem Idealbild
In der Hexenküche sieht Faust im Zauberspiegel das Idealbild einer schönen Frau, das ihn sofort in den Bann zieht. Dieses Bild ist ein Vorgeschmack auf die unschuldige Schönheit Gretchens. Das Elixier soll Faust in einen Zustand versetzen, der ihn würdig und fähig macht, diese reine Schönheit zu erobern.
Die Wirkung des Elixiers
Nachdem Faust den grauenerregenden Hexentrank getrunken hat, fühlt er sich sofort wie neugeboren. Mephisto kommentiert die Wirkung: „Du siehst, mit diesem Trank im Leibe, / Bald Gretchen im Gemüte haben.“
Der Trank hat also die doppelte Funktion für die Handlung: Er erneuert Fausts äußere Erscheinung und verstärkt seine inneren Begierden, wodurch die tragische Gretchentragödie eingeleitet wird.