In welchem Monat 1943 kapitulierte die 6. Armee in Stalingrad?
Richtige Antwort auf die Quizfrage
Februar
Die deutsche 6. Armee kapitulierte im Februar 1943 in Stalingrad. Die endgültigen Kampfhandlungen und die formelle Kapitulation der letzten eingeschlossenen Truppenteile fanden am 2. Februar 1943 statt, womit die monatelange Schlacht um die Stadt an der Wolga beendet war.
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Ausführliche Antwort auf die Quizfrage
Die deutsche 6. Armee kapitulierte im Februar 1943 in Stalingrad. Die endgültigen Kampfhandlungen und die formelle Kapitulation der letzten eingeschlossenen Truppenteile fanden am 2. Februar 1943 statt, womit die monatelange Schlacht um die Stadt an der Wolga beendet war.
Hintergrund und Kontext: Die Etappen der Kapitulation
Die Kapitulation der 6. Armee unter Generalfeldmarschall Paulus war kein einzelner Akt, sondern vollzog sich in zwei Hauptphasen, nachdem die sowjetische Operation Uranus die Einkesselung abgeschlossen und die Operation Koltso den Kessel zerschlagen hatte.
Die Teilkapitulationen
- 31. Januar 1943 (Südkessel): Generalfeldmarschall Friedrich Paulus kapitulierte mit seinem Stab und den verbliebenen Truppenteilen im südlichen Kessel (im Kaufhaus Univermag). Dieser Akt am 31. Januar stellte die erste große Kapitulation dar. Hitler hatte Paulus demonstrativ noch am selben Tag zum Generalfeldmarschall ernannt, um ihn zum Weiterkämpfen oder zum Suizid zu bewegen, doch Paulus entschied sich für die Kapitulation.
- 2. Februar 1943 (Nordkessel): Die im nördlichen Teil Stalingrads eingeschlossenen Reste der Armee, die ebenfalls völlig ausgehungert und erschöpft waren, stellten nach hartnäckigem Widerstand unter General Karl Strecker die Kämpfe ein und kapitulierten offiziell.
Dieses Datum, der 2. Februar 1943, markiert das offizielle Ende der Schlacht um Stalingrad und die Zerschlagung der 6. Armee.
Was war die Operation Koltso?
Die Operation Koltso (russisch: „Ring“) war der sowjetische Angriffsplan, der darauf abzielte, den im November 1942 (Operation Uranus) gebildeten Kessel um die 6. Armee systematisch zu zerschlagen und zu eliminieren.
- Beginn: Die Offensive begann am 10. Januar 1943.
- Ziel: Das Ziel war es, den Kessel zu verkleinern, die verbliebenen deutschen Flugplätze zu erobern (wie Pitomnik und Gumrak) und die eingeschlossenen Truppen zur Kapitulation zu zwingen.
- Ergebnis: Die Operation Koltso war militärisch erfolgreich und führte zur Spaltung des Kessels in zwei Teile und schließlich zur endgültigen Kapitulation im Februar.
Welche unmittelbaren Folgen hatte die Kapitulation?
Die Kapitulation hatte unmittelbar mehrere tiefgreifende Konsequenzen:
- Vernichtung der Armee: Die 6. Armee, eine der Eliteformationen der Wehrmacht, hörte auf zu existieren. Über 90.000 Soldaten gerieten in sowjetische Kriegsgefangenschaft, von denen die meisten in den folgenden Jahren starben.
- Propaganda-Schock: Die Nachricht vom Verlust einer ganzen Armee war ein gewaltiger Schock für die deutsche Öffentlichkeit und läutete in Deutschland die Ära des „totalen Krieges“ ein.
- Strategischer Wendepunkt: An der Ostfront war dies der unwiderrufliche Beweis für die Wende im Kriegsverlauf. Die strategische Initiative ging endgültig an die Rote Armee über, welche die deutsche Wehrmacht von nun an in die Defensive zwang.
Fazit
Obwohl die Teilkapitulationen bereits Ende Januar 1943 begannen, kapitulierte die gesamte 6. Armee nach Beendigung der letzten Kampfhandlungen am 2. Februar 1943 und beendete damit die kriegsentscheidende Schlacht um Stalingrad.